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"Darmzentrum 2000 - Neue Wege zur Lebensqualität"

Zielsetzung:

Ziel ist das "neue Image einer Medizin, wo der Mensch im Mittelpunkt steht". Dieses neue Image steht auf drei Säulen:

  1. dem ganzheitlichen medizinischen Konzept;
  2. einer ökonomischen und qualitätsorientierten Praxis-/Klinikführung sowie professionellem Med Management;
  3. einer Dienstleistungs-/Serviceorientierung.


Umsetzung:

Das im Projekt verwirklichte Gesundheitsangebot ist zukunftsweisend streng an Patientenerwartungen orientiert. Der Patient erwartet eine Dienstleistung von hoher Qualität und wird bei steigender Selbstfinanzierung immer wählerischer in Bezug auf das Preis-/Leistungsverhältnis. Deshalb wurde mit dem Darm Zentrum Exter ein Angebot geschnürt, das die Ziele wie folgt in die Praxis umgesetzt hat:

 

1. Ganzheitliches medizinisches Konzept

A. Interdisziplinäre Begleitung
Schulmedizin, Naturheilverfahren, Chinesische Medizin und alternative Medizin arbeiten integrativ unter einem Dach. Gleichzeitig bedeuten sie eine Vielfalt der medizinischen Möglichkeiten, die für den Patienten zur Verfügung stehen. Die interdisziplinäre Betreuung erfordert eine ideale Betriebsgröße, die beim Darmzentrum erreicht ist.

B. Ambulant statt stationär

Akutbehandlung, Prävention und Rehabilitation werden ambulant durchgeführt. Zu nennen sind die proktologisch konservative und operative Therapie sowie die ambulante Darmkur. Vorhandene Klinik- und Hotelbetten werden genutzt.

C. Gesundheitsstabilisierung

Der Patient wird zur Selbstverantwortung geführt, es geschieht eine Patientenbindung über Gesundheits-Erlebnis-Angebote, die dem Patienten die Selbstverantwortung im Alltag schmackhaft machen. Auf Dauer wird eine Patientenpartnerschaft angestrebt.

D. Kontinuierliche Betreuung

Ein Patient wird von allen betreut. Es gibt keine Schnittstellenproblematik. Es ist Bestandteil des Arbeitens, dass sich jeder Mitarbeiter täglich mit dem Patienten auseinandersetzt und institutionalisiert, u. a. durch tägliche Besprechungen.

E. Prozessorientiertes Arbeiten

Die Behandlung des Patienten ist prozessorientiert. Schon am Vortag werden seine medizinischen Daten ausgedruckt und besprochen. Die Ergebnisse der Behandlung werden in das elektronische Informationssystem eingetragen, auf das jeder Arzt und Mitarbeiter Zugriff hat. Dadurch lassen sich während des Behandlungsverlaufes die Behandlungsschritte verfolgen und optimieren. Nach jeder Behandlung erfolgt eine Erfolgskontrolle, zum Teil durch einen neuen Termin, zum Teil durch telefonisches Befragen.

F. Qualitätskultur

Es werden Maßnahmen der Mitarbeitermotivation angewendet zur Untermauerung der Qualitätsphilosophie. Eine CI (Corporate Identity) strahlt diese Kultur aus. Die Kultur ist auf die spezielle Patientenklientel abgestimmt und trägt durch ihre Sensibilität und Umsorgung zur Enttabuisierung von Darmkrankheiten bei.

 

2. Ökonomische Praxis-/Klinikführung - Professionelles Med Management

A. Neuer Betriebstyp

In diesem Betriebstyp erspart die vollelektronische Karteikartenführung hohe Personalkosten und entlastet die Verwaltung. Das Verwaltungspersonal kann daher für Vertriebstätigkeiten eingesetzt werden. Die Medizin wird zum Produkt, die Verwaltung zum Vertrieb, um einen hohen Dienstleistungsstandard zu gewährleisten.

B. Kooperationen/Vernetzung

Der neue Typ kooperiert und ist mit anderen Gesundheitsdienstleistern vernetzt. So wird vermieden, konkurrierend neue Kapazitäten aufzubauen, bzw. vorhandene Kapazitäten werden genutzt.

C. Ständige Verbesserung

Der Betriebstyp zeichnet sich dadurch aus, dass er sich ständig verbessert durch kontinuierliche Überprüfung seiner Abläufe auf Kundenorientierung.



3. Kundenbegeisterung mit Dienstleistungkonzept

A. Gebäude und Räume

Die Räumlichkeiten sind psychologisch, atmosphärisch so gestaltet, dass den Patienten Wärme und Wohlgefühl durch Farben und Einrichtung empfängt. Unterstützt wird dies durch das Unesco-Kunstausstellungs-Konzept "Art in Hospital".

B. Patientenservice

Auf Hotelniveau geschultes Personal steht zusätzlich zur Verfügung. Der besondere Service drückt sich aus in

  • unverbindlicher Beratung
  • Patientenbetreuung
  • Hot-Line
  • medizinischen Leistungen
  • Sonderservice für Gesundheitstouristen

C. Gesundheitsservice

Ein Förderkreis "Lernort Gesundheit" bietet Seminare, Gruppentraining und Freizeitaktivitäten für Patienten und Selbsthilfegruppen. Den Selbsthilfegruppen werden auch Räumlichkeiten zum Tagen angeboten.

D. Weiterbildung und Training

Die Kundenorientierung wird durch Weiterbildung und Training gefördert. Schwerpunkte liegen besonders auf den Gebieten Verhalten am Telefon und Unternehmensphilosophie. Die Weiterbildung ist ein fester Bestandteil der Personalpolitik.

Im Modell am Darm Zentrum Exter ergeben sich im Verbund mit anderen Beteiligten weiterreichende Begleitprojekte und Darstellungsmöglichkeiten. Dieser Verbund, der sich zwar noch in der Entwicklung befindet, aber schon konkrete Ansätze vorweisen kann, sieht u. a. derzeit so:

  • Stadt Vlotho wegen Wohnsiedlungsprojekt
  • Stadt Vlotho wegen Internet-Küche im Wohnsiedlungsprojekt
  • Med. Universitäten München, Würzburg, Göttingen über wissenschaftlichen Beirat wegen med. Konzept und Know-How-Transfer, Wissenschaft-Praxis und umgekehrt
  • Staatsbad Salzuflen GmbH wegen Ausschöpfen kreisüberschreitender Synergieeffekte und Freizeitangebote
  • Kliniken und Krankenhäuser im Umkreis wegen Synergieeffekte
  • interessierte Kassen, Kammern und Verbände wegen wirtschaftlicher Alternativen im Versorgungssystem

Ergebnis:

Mit dem Darm Zentrum Exter entstand und entsteht weiter ein Betriebstyp, dessen Systeme, Strukturen und Prozesse sich strikt am Patienten ausrichten. Der Mensch steht im Mittelpunkt. Zur Zielerreichung überprüft der Betrieb sich ständig selbst u. a. danach, ob die Ziele des Final Framework Concept vom Oktober 1997 "Health Futures at Expo 2000" der WHO berücksichtigt sind:

"Health is systemic, Health is constantly evolving, You are in charge."
(Gesundheit ist systematisch, Gesundheit ist kontinuierlich in der Weiterentwicklung.
Sie sind in der Verantwortung.)

Dafür ist eine besondere Mitarbeiterorientierung notwendig, die durch fördernde Prinzipien erreicht wird. Der Betriebstyp zeigt dem Hilfesuchenden die "neuen Wege zur Lebensqualität".

 

Darmklinik Exter auf